Distanz

84 km

Temperatur

3 °C in Rostock

Höhenmeter

276 hm

Sattelzeit

5:50 h

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir sagen: so gut wie die Nacht haben wir lange nicht geschlafen – die Nasenspitze blieb Eiszapfen frei, die Arme und Beine konnten mehr als 30 cm in jede Richtung gestreckt werden und die Matratze war nicht nur mit Luft gefüllt. So ein Bett hat schon seine Vorzüge 🙂

Ein weiterer unschlagbarer Vorteil des häuslichen Übernachtens (siehe Beitragsbild): das morgentliche Zusammenpacken geht wie im Nu. Das heißt heute setzen sich unsere Räder bereits vor 9:30 Uhr in Bewegung, wenn gleich ein anderer Teil den Tag lieber weiter im Bett verbracht hätte. Denn das Wetter ist heute grau. Und so viel sei schonmal gesagt – es bleibt grau.

Bild des Tages

Als zielführend hat sich herausgestellt, noch vor dem Frühstück die ersten Kilometer auf den Tacho zu bringen. So starten wir direkt gut in den Tag. Heute fällt der Morgensport leider etwas länger aus, da eine passende Sitzgelegenheiten länger auf sich warten lässt. Dann gibt es eben heute zeitiges Mittag. Auf den Tisch kommt zum Osterfest leckerer Orangen-Kakao aus der Heimat und die weltbeste Lieblings-Himbeermarmelade aus dem Osterzgebirge <3 Bei der Routenplanung setzen wir heute voll auf den Fernradweg Berlin – Kopenhagen, welcher uns direkt nach Rostock bringen soll. Zudem wollen wir das Touren-Buch dazu nicht umsonst eingepackt haben.

Der beliebte Fern-Radwanderweg überzeugt mit schönen Strecken entlang von Kanälen, überwiegend guter Beschilderung und kurzen Wolkenlücken. Nur ein paar weniger Hügel dürften es nach unserem Geschmack dann doch sein. So zieht sich der Weg bis in die Ostsee-Metropole ganz schön. Und auch die Durchquerung selbiger wird zum kleinen Kraftakt, da die 70 km Anreise schon ihr Erschöpfungswerk getan haben. Das Ziel einer warmen Dusche und die Chance auf frisch gewaschenes Wäsche halten die Motivation zumindest über Null.

Tierbild des Tages: GRAUE Kraniche

Kurz vor dem Ziel gehen wir nochmal volles Risiko: die Navigation stellt uns vor die Wahl: beträchtlicher Umweg oder Waldweg. Wir entscheiden uns abermals für Waldweg und kommen diesmal ganz gut durch – ohne Schlamm und Matsch. Kaum aus dem Wald ausgebogen, treffen wir im Ostsee-Camping-Resort ein. Unsere telefonische Ankündigung wurde an den Wachdienst weitergeleitet – wir werden erwartet. Zwar haben wir den Übernachtungspreis von 32€ bereits recherchiert, die 7€ für eine Wäscheladung sowie weitere 7€ für eine Trockenerladung lassen uns dann doch etwas schockiert aus der Wäsche schauen. Das entgeht auch nicht der sehr netten Wachdame, welche uns gleich einen super Deal anbietet: wir verzichten auf die 100m² Parzelle und legen uns auf die Wiese des Nachtparkplatzes vor dem Campingareal und zahlen nur 10€ pro Nase. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und bauen unser Zelt direkt auf. Den Luxus-Waschservice zum selber Waschen nehmen wir natürlich trotzdem.

So sitzen wir nun in der Waschküche, sind gesättigt von Maultaschen und Salat zum Abendbrot, frisch geduscht und warten auf die Waschmaschine. Hat also am Ende alles geklappt.

PS: heute mussten auch die ersten Ostergeschenke von den Liebsten dran glauben. Die Mini-Pralinen waren wirklich super lecker und haben gut Kraft gegeben. Danke dafür an den lieben Osterhasen Papa 😉

Tagesausgaben

  • Spende für die zauberhafte Übernachtung – 10 €
  • Platz vor dem Campingplatz – 20 €
  • Wäsche waschen & trockenen – 14 €

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