Distanz

28 km

Temperatur

20 °C um 18 Uhr

Höhenmeter

237 hm

Sattelzeit

1:50 h

Schon wieder beginnt der Tag damit, dass die Sonne die Bucht und den kleinen Strand bei strahlend-blauem Himmel erwärmt. Da wir von ganz allein, bzw. von einer netten Morgen-SMS früher als gewöhnlich wach werden, nutzen wir die gewonnene Zeit für ein kleines Foto-/Videoshooting. Vielleicht ist der ein oder andere von euch ja schon die ganze Zeit neugierig, was wir eigentlich die ganze Zeit in unseren voll gepackten Taschen mit uns herum fahren – einen Einblick gibt’s im Video 😉. Als alle Taschen gesäubert und wieder gefüllt sind, füllen wir noch unsere knurrenden Mägen und starten in den Tag.

Bild des Tages

Ein richtiges Ziel haben wir nicht für heute und so lassen wir uns einfach etwas treiben. Viel Möglichkeiten bieten sich dabei gar nicht, denn eigentlich gibt es nur die E10 Richtung Fähre, von der hin und wieder kleine Straßen abführen – meist sind es Sackgassen.

Nach wenigen Kilometern kommt ein erster Aussichtspunkt, danach folgen wir einem Wegweiser mit der Aufschrift „Glasshytta & Café“ und biegen nach Vikten ab. Am Ende der Straße befindet sich das ausgeschilderte Etablissement. Im Inneren gibt es regionale Kleidung und natürlich Glaskunst zu erwerben. Klamotten haben wir leider genug dabei und vom Stil sprechen uns die Schalen und Vasen aus Glas nicht wirklich an. Der Transport wäre zudem eine Herausforderung für sich. Trotzdem ist alles ganz nett eingerichtet und lädt zum Verweilen ein. In einer Schauwerkstatt kann man den Glasbläsern bei der Arbeit zu sehen und sich im Café einen kleinen Snack genehmigen. Doch auch diese Auslage überzeugt uns nicht und wir greifen lieber auf den eigenen Vorrat zurück.

Eigentlich wollten wir hier in Vikten auch nur den Strand begutachten und vielleicht eine geeignete Schlafstätte finden. Leider Fehlanzeige, da alles sehr bebaut und ansonsten steinig ist. Wir treten also den Rückzug an und halten die Augen weiter offen. Dies lohnt sich auf dem kommenden Abschnitten der E10 besonders. Wir tauchen ein in einen bezaubernden Fjord, welcher uns mit leuchtendem türkis entgegen strahlt. Immer wieder gibt es kleine Buchten mit nett anzuschauenden Stränden. Einen nahegelegenen Wasserfall schauen wir uns dann doch nochmal etwas genauer an und stellen dafür die Räder ab. Einen passenden Schlafplatz gibt’s auch hier nicht.

Also heißt es weiterradeln, wobei es natürlich schlechtere Bedingungen als Sonneschein und Traumkulisse gibt, um noch ein bisschen Fahrrad zu fahren. Als nächstes weckt eine kleine Kirche unser Interesse, lässt uns aber wieder einmal vor verschlossener Tür stehen. Nun ist es auch nur noch ein Katzensprung bis zu einem Campingplatz, welchen wir bereits für morgen ins Auge gefasst hatten. Nun ziehen wir die Übernachtung eben vor.

Bis jetzt ist das „Lofoten Beach Camp“ wohl der beste Campingplatz hier in Norwegen. Ein großer Platz direkt am Meer mit modernen Servicehäusern nimmt uns in Empfang. Es gibt eine kleine Bar, einen Strand und freie Platzwahl. Für den Preis von 28€ inklusive zweimal Duschen und eine Ladung Wäsche, ist das wirklich top. Durch unser zeitiges Einchecken haben wir heute die seltene Gelegenheit, andere Reisende bei der Anreise zu beobachten und können den Nachmittag ganz in Ruhe genießen. Hoffentlich sind wir morgen bei der Schlafplatz-Suche erfolgreicher.

Musik: Sweet Dreams | Musiker: BatchBug |
URL: https://soundcloud.com/batchbug/ |
License: https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Tagesausgaben

  • Campingplatz – 28€

Etappe

Farbe = relative Höhe | Punkt = 5 km Runde

4 Kommentare

  1. Das Video begeistert mich sehr. Faszinierend, was ihr neben der Reise an Reportage in Text und Bild erzeugt. Habt ihr eine Radtasche extra für die Technik? Gerne weiter so. Ich habe sehr viel Freude daran. Gute Fahrt und liebe Grüße aus dem sommerlichen Dresden – Petra

    1. Liebe Petra,
      es macht uns sehr glücklich, dass wir so viele Menschen auf unsere Reise mitnehmen können und unsere Freude teilen können.
      Die Technik ist mittlerweile ein bisschen verteilt – vor allem mit dem Hintergrund, dass wir während der Fahrt schnelleren Zugriff zur Kamera haben. Anfangs hatten wir tatsächlich eine kleine Fahrradtasche die nur mit Drohnen- und Kameraequipment gefüllt war. Solarpanel und unser „Technikbeutel“ mit den ganzen Kabeln, Adaptern, Lichtern, Power-Banks und Co finden ihren Platz im gelben Sack auf Arthurs Fahrrad. Wir arbeiten derzeit auch an einer Auflistung aller Dinge, die wir mithaben – dauert aber seine Zeit 😉😄
      Liebe Grüße aus der Sonne in die Sonne ☀️

  2. Es ist wirklich alles so beeindruckend,traumhafte Landschaft und wunderbares Wetter.
    Es ist sagenhaft,was ihr auf den Rädern transportiert.😳
    Weiterhin tolle Erlebnisse und eine gute Reise,grüß euch lieb.

    1. Mit dem Wetter haben wir wirklich ganz großes Glück. Das kann hier oben wohl auch ganz anders aussehen, wie wir immer wieder von anderen hören. Und selbst die Wolken haben hier etwas magisches.
      Liebste Grüße zurück

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert