Nach dem 03:30 Uhr der Wecker zum Aufstehen geklingelt hatte, wir die letzten Sachen zusammengesucht und mit Freddy eine nächtliche Morgenrunde gelaufen sind, ging es für uns drei gegen 04:30 Uhr auf in Richtung Urlaub. 

Nach wenigen Metern mussten wir uns für die passende Route Gen Süden entscheiden: kurz über das weniger ausgebaute Tschechien oder weiter und länger über die vielbefahrenen Autobahnen Bayerns. Wir entscheiden uns im Sinne Freddys für die kürzere Fahrzeit durchs östliche Nachbarland. Betti kümmerte sich schnell noch um die digitalen Mautangelegenheiten. Wenig später überquerten wir auch schon die Grenze. 

In Tschechien erwarteten uns weniger Autobahnen, mehr hügelige Landstraßen und das ein oder andere Nebelfeld. Die Temperatur-Anzeige an den Straßen zeigten bis zu Minus zwei Grad. 

Nach knapp vier Stunden lud uns eine alte Burgruine mit kostenlosem Parkplatz zu einer ersten Rast ein. Denn anders als in Deutschland sind Rastplätze in Tschechien absolute Mangelware. Also stapften wir drei durch zum Teil mit Raureif bewachsenen Wiesen in Richtung Burg Lauseck. 

Bild des Tages

Burgruine trifft es dann doch besser. Stehen doch nur noch ein paar Grundmauern in einem kleinen Wäldchen. Trotzdem lädt das Arial zu ein paar Klettereinheit für Herrchen und Hund ein, letzterer bekommt auch noch einen Frühstückssnack. Anschließend treten wir den Rückweg an und versorgen uns selbst auf der nächsten Etappe mit Bananen-Schokoladen-Kuchen und Obst. 

Kaum 15 Minuten später sind wir auch schon in Österreich. Für uns ist es erstmal etwas komisch, kennen wir doch sonst nur den Grenzübertritt mit Alpenkulisse. Jetzt heißt es allerdings wieder etwas mehr Autobahn, was vor allem bei Freddy für Erleichterung gesorgt haben sollte, lässt es sich doch bei der Monotonie der Schnellstraßen leichter schlummern. 

Nach einiger Zeit zeigen sich dann auch die ersten Ausläufer der Alpen und die Urlaubsgefühle schlagen so langsam aus. Doch eine kleine Herausforderung steht uns und Freddy noch bevor. Unsere Route führt uns über die Hohentauern und darauf geht es nur über kurvige Panoramastraßen. Schön anzusehen, aber eventuell etwas anstrengend für den Magen. Doch auch diese Hürde klappt ohne Probleme, dank extra langsamer Kurvenfahrten. 

Jetzt ist es auch nicht mehr weit. In St. Urban gibt’s noch mal eine ordentliche steile Straße mit ein paar Serpentinen. Dann biegen wir aber auch schon in die Einfahrt unserer Alpenhütte ein. Diese liegt etwas oberhalb der Straße mit spektakulären Weitblick ins Tal. 

Schnell packen wir alle acht Füße und Pfoten aus dem Auto aus und gehen auf Erkundungstour. Das Haus besteht fast ausschließlich aus Holz. Nur im Badezimmer gibt es Fliesen und in der Wohnküche einen angenehmen Steinboden. Im Holzofen wurde bereits etwas geheizt. Neben einer kleinen Elektroheizung im Bad und in der Wohnküche die einzige wirkliche Möglichkeit die Räumlichkeiten zu heizen. Ansonsten hat das Haus alles, was wir brauchen: drei große Schlafzimmer, breite Betten und einen großen Esstisch zum zusammensein. 

Nach dem schnellen Auspacken und Formalitäten klären mit dem netten Vermieter zieht es uns drei raus. Während der andere Teil der Reisegruppe noch auf der Anfahrt ist, begeben wir uns die Straße hinauf zur Simonhöhe. Auf dem Weg finden sich ein paar Plize fürs Abendessen. Oben erwartet uns ein Skigebiet im Sommerschlaf, welcher nur durch den Betrieb eines Schleppliftes für den ansässigen, gerade wenig besuchten Bikepark durchbrochen wird. 

Wir laufen ein bisschen durch die nassen Feldwege, ehe wir uns auf gleichem Weg zurück begeben. Wieder in der Hütte, trudeln auch gleich die anderen beiden Reisenden ein und wir treffen uns zum gemeinsamen Kaffee, welches fast nahtlos ins leckere Abendessen mit Nudeln, Tomatensauce, Waldpilzen und Reibekäse übergeht. 

Danach heißt es nur noch kurze Gassirunde, Zähneputzen und ab ins Bett.

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