Um neun Uhr haben wir uns heute mit dem Vermieter für die Abschluss-Übergabe verabredet. Das heißt, allzu zeitig müssen wir uns nicht aus dem Bett begeben. Zeit für uns, ausgiebig zu frühstücken und gelassen das Gepäck zu packen, gibt es obendrein. 

Während unsere Reisebegleiter direkt gen Norden in die Heimat starten, wollen wir den Tag noch mit einem Ausflug ausfüllen. Doch zunächst machen wir am Fuße unseres Hausbergs in St. Urban Halt und umrunden den spiegelglatten See als ausgiebige Gassirunde für Freddy. Die Laubfärbung hat in unserer Anwesenheit deutlich zugenommen und taucht die Hänge um uns herum mehr und mehr in wunderschöne Gelb-, Rot-, Brauntöne. Nach dem Beinevertreten ist die Fahrgemeinschaft bereit für das erste größere Stück der Rückfahrt. Aber nicht, ohne nochmal am Hof-Laden-Automaten einen Zwischenstopp einzulegen. Hier gelangen noch zwei Knacker und etwas Antipasti-Frischkäse in Kugelform ins Gepäck. 

Bild des Tages

Jetzt heißt es aber erstmal 2,5h Autobahn durch die Alpenrepublik, inklusive der legendären Tauerntunnel. Am anderen Ende erwartet uns dann auch bereits das Salzburger Land mit nassgrauem Nebelwetter. Genau in dieses steigen wir auch wenig später aus für einen Spaziergang durch die Lammer Klamm. Durch eine hohe Felsspalte wird hier tosendes Wasser gepresst. Von den Hängen tropft Tau, Regen und Nebelwasser auf die Wege entlang der Klamm. Ein Schild weist uns darauf hin, dass man die Klamm nicht nur von oben bestaunen kann, sondern dass sie auch mit Kanu oder Schlauboot befahren wird. Allerdings wohl nur mit etwas Übung. Die Lammer Klamm Route ist mit der Schwierigkeit 4 von 6 bewertet, was beim Anblick der Stromschnellen nicht verwunderlich ist. 

Neben viel Wasser gibt es hier im deutsch-österreichischen Grenzgebiet auch deutlich mehr Touristen, welche sich über die engen Pfade bewegen. Für Freddy ist das Ganze keine große Herausforderung. Lediglich die hohe Gitterrost-Brücke möchte man getragen werden. Am Ende mündet das Naturschauspiel in ein gemächliches Flussbett. Wir entscheiden uns hier nicht für den Rückweg über die nassen Holzwege in der Klamm, sondern für den Weg außen herum. Leider gibt es beim ansässigen Gastwirt keinen Kaiserschmarrn, weshalb wir uns für die geschmierten Brote im Auto entscheiden. 

Nach der wunderbaren Pause und gut gestärkt rollen wir schon bald über die Grenze. Kurz vor München empfiehlt uns das Navi eine schnellere Route abseits der Autobahn, zur Umgehung eines Staus. Das klappt bis auf eine kurze Stopp and Go Phase an einer Ampel auch wunderbar. Wieder zurück auf dem deutschen Kulturgut Autobahn, tuckern wir entspannt weiter Richtung Nürnberg. Hier bietet sich mit dem Rhein-Donau-Kanal eine weitere wunderbare Rastmöglichkeit am Wasser. Menschenleer und in ruhiger Abendstimmung werden wir hier von einem Flusskreuzfahrtschiff empfangen. Entlang des Kanals gibt es einen gut ausgebauten Rad und Fußweg, dem wir bis zur Rhein-Donau-Wasserscheide folgen. Markiert ist der Ort mit einem großen, steinernen Monument. 

Auf dem Rückweg wird es bereits dunkel, und unsere Bäuche haben die Schnitten vom Mittag bereits gut verwertet. Ein Anruf in der nächstgelegenen Pizzeria in Allersberg lässt aber auf Besserung hoffen. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Kaum 20 Minuten später duftet es im Willy nach frischgebackener italienischer Pizza. Ebenso schnell ist diese auch schon wieder verspeist. Die Pizza Ciao Ragazzi in Allersberg können wir also wärmstens empfehlen. 

Ziemlich genau 20 Uhr machen wir uns dann ein letztes Mal auf die Socken. In drei Stunden gleiten wir durch immer bekannter werdende Regionen Sachsens. Gegen 23 Uhr biegen wir auch schon in die Wächterstraße ein und liegen wenig später alle drei friedlich und mit den vielen tollen Eindrücken der letzten Tage im Bett.

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