Besser kann der Sonntag nicht beginnen: ausgeschlafen und ein reich gedeckter Frühstückstisch – herrlich. Dafür erstmal eine riesen Dank an die überaus gastfreundlichen Leipziger Verwandten. Auf der Rückreise kommen wir gern nochmal vorbei 😀 Einziger kleiner Nachteil am ausgedehnten Frühstück… Erst gegen 11 sind wir Abfahrtsbereit und treten in die Pedale. Eine „kleine“ Tour soll es heute nach Wittenberg sein.

Zum Start rollte es auch ganz gut. Der Wind will zwar immer noch nicht in die gleiche Richtung wie wir und es gibt sicher auch bessere Bedingungen als 3°C Außentemperatur, nichts desto trotz, den Weg finden wir, der Belag ist okay und nach vielen kleinen Dörfern erreichen wir unser halbes Tages-Soll Bad Düben.
Hier nisten wir uns erstmal zum Kaffee ein. Also wer uns kennt, weiß natürlich, dass es heiße Schokolade gab und die Aufzählung – Wiener Apfelkuchen, Frucht-Sahntorte und Brüssler Waffel – ist für euch treue Blogleser wohl keine große Überraschung. Mit diesen Leckereien im Bauchgepäck sollten doch auch die zweiten 35 Kilometer keine Hürde sein.
Naja – sollte, hätte, würde, wäre, Fahrradkette oder so… Der anschließende Abschnitt Dübener Heide inkl. beschilderten Radweg Berlin – Leipzig empfängt uns mit sandig-matschigen Waldwegen in welche wir sogleich tiefe Furchen ziehen. Das mühselige vorankommen bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Nach nicht einmal der Hälfte wechseln wir vom Reifen-Buddeln auf die Bundesstraße. Zum Sonntag angenehm wenig Verkehr und um Welten besser zu befahren. Auf diesem Weg kommen wir auch am Luther-Stein vorbei. Statt der Reformation der Kirche kümmern wir uns hier lieber um Reaktivierung unserer Kräfte. Datteln und Brötchen sind hier Mittel der Wahl. In der Zwischenzeit haben wir auch unseren Nachtplatz geklärt und müssen nur noch nach Wittenberg gelangen. Das funktioniert auch ohne weitere Schwierigkeiten.
Beim kurzen Fotostopp auf der Elbbrücke vor Wittenberg müssen wir nur nochmal die Luftpumpe zücken. Zum Glück nicht für uns. Ein erschöpfter Radler mit Plattfuß bittet um etwas Luft für den Reifen. Da helfen wir natürlich gern. Nur die 2. Luft zum Atmen konnten wir ihm nicht bieten. Die brauchen wir selbst für die letzten Meter. Kurz durchqueren wir die Lutherstadt und schlängeln uns entlang des Stadtparks zur privaten Übernachtungsmöglichkeit bei Raick im Garten. Hier bleibt nur zu sagen: herzlichen Dank! Da haben wir wirklich schon schlechtere Campingplätze gesehen als diesen mit Liebe zum Detail gestalteten Garten.
Die Premiere im Zeltaufbau unseres neuen Mobile-Home funktioniert ebenso reibungslos und mit leckerem Nudel-Abendbrot bereiten wir uns auf die ersten Nacht im Zelt vor. Wie es uns bei den angesagten Temperaturen um den Gefrierpunkt ergeht, lest ihr natürlich morgen hier.
Tagesausgaben
- Eiscafé: 20€











… und Bibbern in der Kälte? Wir senden euch all unsere wärmenden Gedanken. Habt vielen Dank, dass ihr uns wieder auf so wunderbare Weise an eurem Abenteuer teilhaben lasst. Liebe Grüße und Drücker
Die warmen Gedanken nehmen wir dankend an und heben sie gut auf … wir werden sie sicher noch das ein oder andere mal gebrauchen können.
Schön zu hören das es euch gefällt und wir für etwas Unterhaltung sorgen.
Liebe Drücker zurück 😙