Die meiste Zeit des Tages brachten wir heute im Willy zu. Die bevorstehende Strecke von ca. 450 Kilometern ist zwar nicht weit, jedoch wissen wir bereits aus Erfahrung (man bemerke das Wortspiel), dass wir fast ausschließlich über Landstraßen mit Tempo 90 zu fahren haben. Erstmal hieß es aber in Ruhe Aufstehen, Frühstücken und Lager abbauen.

Die ersten Kilometer waren bereits gefahren, da entschlossen wir uns noch für einen kleinen Zwischenstop in Sigulda. Neben der Bobbahn, welche leider nicht für Besucher geöffnet ist, gibt es ein hübsches Schloß, einen Skilift mit allerhand Freizeitaktivitäten und einen tollen Blick auf den Gauja zu entdecken. Die kleine Stadt ist zudem üppig begrünt, sehr gepflegt und wirkt wie der Reiseführer es beschreibt, eher wie ein angelegter Park, als eine Stadt. Sicher ist sie einen zweiten Besuch wert.

Bild des Tages

Nun aber angeschnallt und losgefahren. Die folgenden sechs Stunden verbrachten wir wie erwartet auf Landstraßen begleitet von Musik und Hörbuch. Aufgefallen ist uns dabei wieder einmal wie wenig besiedelt die bereisten Länder sind. Ortschaften sind die absolute Ausnahme, geschweige denn Städte. Eine kurze Recherche gibt Aufschluss. Von den fünf am schwach besiedeltsten Ländern der EU (Finnland, Schweden, Estland, Lettland, Litauen) haben wir vier bereist.

Wie geplant campieren wir kurz vor der polnischen Grenze. Der Blick auf den ruhigen See aus unseren „Schlafsesseln“ im Willy lässt sich aushalten. Wir freuen uns aber auch auf unser Bett und die eigenen vier Wände.