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Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 083 – Sonne, Meer und Strand

Distanz

28 km

Temperatur

20 °C um 18 Uhr

Höhenmeter

237 hm

Sattelzeit

1:50 h

Schon wieder beginnt der Tag damit, dass die Sonne die Bucht und den kleinen Strand bei strahlend-blauem Himmel erwärmt. Da wir von ganz allein, bzw. von einer netten Morgen-SMS früher als gewöhnlich wach werden, nutzen wir die gewonnene Zeit für ein kleines Foto-/Videoshooting. Vielleicht ist der ein oder andere von euch ja schon die ganze Zeit neugierig, was wir eigentlich die ganze Zeit in unseren voll gepackten Taschen mit uns herum fahren – einen Einblick gibt’s im Video 😉. Als alle Taschen gesäubert und wieder gefüllt sind, füllen wir noch unsere knurrenden Mägen und starten in den Tag.

Bild des Tages

Ein richtiges Ziel haben wir nicht für heute und so lassen wir uns einfach etwas treiben. Viel Möglichkeiten bieten sich dabei gar nicht, denn eigentlich gibt es nur die E10 Richtung Fähre, von der hin und wieder kleine Straßen abführen – meist sind es Sackgassen.

Nach wenigen Kilometern kommt ein erster Aussichtspunkt, danach folgen wir einem Wegweiser mit der Aufschrift „Glasshytta & Café“ und biegen nach Vikten ab. Am Ende der Straße befindet sich das ausgeschilderte Etablissement. Im Inneren gibt es regionale Kleidung und natürlich Glaskunst zu erwerben. Klamotten haben wir leider genug dabei und vom Stil sprechen uns die Schalen und Vasen aus Glas nicht wirklich an. Der Transport wäre zudem eine Herausforderung für sich. Trotzdem ist alles ganz nett eingerichtet und lädt zum Verweilen ein. In einer Schauwerkstatt kann man den Glasbläsern bei der Arbeit zu sehen und sich im Café einen kleinen Snack genehmigen. Doch auch diese Auslage überzeugt uns nicht und wir greifen lieber auf den eigenen Vorrat zurück.

Eigentlich wollten wir hier in Vikten auch nur den Strand begutachten und vielleicht eine geeignete Schlafstätte finden. Leider Fehlanzeige, da alles sehr bebaut und ansonsten steinig ist. Wir treten also den Rückzug an und halten die Augen weiter offen. Dies lohnt sich auf dem kommenden Abschnitten der E10 besonders. Wir tauchen ein in einen bezaubernden Fjord, welcher uns mit leuchtendem türkis entgegen strahlt. Immer wieder gibt es kleine Buchten mit nett anzuschauenden Stränden. Einen nahegelegenen Wasserfall schauen wir uns dann doch nochmal etwas genauer an und stellen dafür die Räder ab. Einen passenden Schlafplatz gibt’s auch hier nicht.

Also heißt es weiterradeln, wobei es natürlich schlechtere Bedingungen als Sonneschein und Traumkulisse gibt, um noch ein bisschen Fahrrad zu fahren. Als nächstes weckt eine kleine Kirche unser Interesse, lässt uns aber wieder einmal vor verschlossener Tür stehen. Nun ist es auch nur noch ein Katzensprung bis zu einem Campingplatz, welchen wir bereits für morgen ins Auge gefasst hatten. Nun ziehen wir die Übernachtung eben vor.

Bis jetzt ist das „Lofoten Beach Camp“ wohl der beste Campingplatz hier in Norwegen. Ein großer Platz direkt am Meer mit modernen Servicehäusern nimmt uns in Empfang. Es gibt eine kleine Bar, einen Strand und freie Platzwahl. Für den Preis von 28€ inklusive zweimal Duschen und eine Ladung Wäsche, ist das wirklich top. Durch unser zeitiges Einchecken haben wir heute die seltene Gelegenheit, andere Reisende bei der Anreise zu beobachten und können den Nachmittag ganz in Ruhe genießen. Hoffentlich sind wir morgen bei der Schlafplatz-Suche erfolgreicher.

Musik: Sweet Dreams | Musiker: BatchBug |
URL: https://soundcloud.com/batchbug/ |
License: https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Tagesausgaben

  • Campingplatz – 28€

Etappe

Farbe = relative Höhe | Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 082 – Es wird Dunkel

Distanz

16 km

Temperatur

19 °C im Schnitt

Höhenmeter

196 hm

Sattelzeit

1:08 h

Der Tag beginnt mal wieder mit einem leckeren Frühstück vor traumhafter Kulisse. Der Himmel ist zwar leicht bedeckt, doch trotzdem sind die Temperaturen angenehm warm. Wir entscheiden uns dafür, den leichteren Berg der uns umgebenden zu besteigen und anschließend mit unseren Rädern weiter zu fahren.

Bild des Tages

Der Start unserer Wanderung ist eine Bucht weiter und mit den Rädern in 5 Minuten erreicht. Hier gibt es einen großen öffentlichen Parkplatz mit Toilette, Kiosk und entsprechend großem Andrang. So viele Menschen, in diesem Fall Touristen, haben wir lange nicht mehr zu Gesicht bekommen. Zusätzlich wird aller paar Stunden eine Busladung Kreutzfahrer ausgeschüttet. Für uns heißt das schnell alles zusammen sammeln und rauf auf den Berg. Auch hier sind deutlich mehr Menschen unterwegs als sonst. Die Beliebtheit des Strandes und der umliegenden Wanderung hat aber auch seine Vorteile, heute müssen wir nicht einmal den richtigen Weg suchen. Alles ist sehr gut ausgetreten und der nächste Wanderer immer in Sichtweite.

All zu lang dauert der Aufstieg sowie nicht. Wie immer geht es steil bergauf über Trampelpfade und Felsen. Weiter oben laufen wir wieder einen Berggrat entlang und am Ende wartet eine herrliche Aussicht auf uns. Wir knipsen ein paar Fotos und füllen ein bisschen die Energiereserven auf. Auf dem Rückweg dokumentieren wir ein bisschen die Auswirkungen des schönen Wetters der letzten Tage. Überall am Berg und auf den Wiesen blüht es in den verschiedensten Farben. Nach unserer langen Anreise im immer selben, kahlen grau der schwedischen Birkenwälder ein fantastischer Anblick.

Nun heißt es wieder strampeln. Wir schwingen uns auf den Sattel und fahren zunächst ein Stückchen zurück ins Inselinnere bis zur E10. Dieser folgen wir bis zu einer schönen Raststätte, welche wir direkt für den Namensgebenden Zweck benutzen. Nach dem Verzehr des letzten Wassermelonenstücks steht eine kleine oder vielleicht sogar größere Herausforderung an: wir müssen die Insel wechseln. Dafür bleibt uns nichts anderes übrig, als einen 1,8 km langen Tunnel der E10 zu benutzen. Im Vorfeld haben wir schon einige Klagen über die Tunnel gelesen und konnten uns bisher ganz gut herum drücken.

So ganz unbegründet sind die Klagen anderer Radreisender nicht. Denn zunächst geht es ziemlich steil bergab in ein dunkles Loch. In diesem Fall haben wir Glück, da es neben zwei Autospuren auch einen schmalen Fußweg gibt. Dieser ist zwar mit zahlreichen Schlaglöchern ausgestattet, hält uns aber wenigstens den Verkehr ein bisschen vom Leib. Neben schlechter Sicht ist es auch noch ziemlich laut. Der Schall der Autos multipliziert sich in der engen Röhre extrem. Das kannten wir aber bereits aus kürzeren Tunneldurchfahrten. Noch schlimmer war da nur noch der Lärm einer Luftturbine, vermutlich zur Belüftung des Tunnels, welche einen ohrenbetäubenden Lärm von sich gab. Positiv daran: der Autolärm war nicht mehr zu hören; Negativ daran: man selbst hat das eigenen Hecheln nicht mehr gehört, was ein merkwürdiges Gefühl auslöst. Denn nachdem es steil bergab ging, geht es natürlich ebenso steil wieder bergauf. Am Ende lässt sich allso festhalten: Tunnel dieser Länge werden wir wohl weiterhin so gut es geht umfahren, geschafft haben wir es aber trotzdem.

Tierfoto des Tages

Danach biegen wir auch direkt ab und finden einen tollen Platz zum Übernachten direkt am Meer. Bei herrlich milden Abendwetter genießen wir das Abendessen und die Ruhe. Es war wieder ein sehr schöner Tag.


Tagesausgaben

  • Keine

Etappe

Farbe = Geschwindigkeit | Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 081 – Ohne Mampf kein Dampf

Distanz

33,5 km

Temperatur

25 °C unterwegs

Höhenmeter

316 hm

Sattelzeit

2:14 h

Der neue Tag beginnt damit, dass wir von der Wärme in unserem Zelt wach werden. Nachdem die Sonne um den Felsen gewandert ist, prasselt sie jetzt wieder mit all ihrer Kraft auf unser Zelt. Nach ein wenig hin und her drehen krabbeln wir daher aus unserem Zelt und genießen die traumhafte Bucht nur für uns. Selbst die Mücken scheinen noch zu schlafen. Also erstmal ab ins Wasser, danach ein gemütliches Frühstück. Während wir essen, planen wir die nächsten Tage. Eine Dusche wäre nicht schlecht, aber die Campingplatzauswahl in der Umgebung überzeugt uns nicht so ganz. Also füllt die eine Hälfte kurzerhand unseren Wassersack am nahegelegenen Bach, während die andere Hälfte den Abwasch macht und etwas zusammen packt. Da es so schön ist, entschließen wir uns vor der Dusche für einen zweiten Tauchgang im Meer. Während wir die letzten Sachen zusammen packen, füllt sich die Bucht immer mehr mit weiteren Ausflüglern – Zeit für uns aufzubrechen.

Bild des Tages (hier wacht man gerne auf)

Neben Badespaß gibt es heute eigentlich nur ein wichtiges Ziel: Leknes oder besser gesagt der Kiwi Supermarkt! Unsere Taschen sind so leer wie lange nicht mehr und damit fährt es sich richtig gut. Bei dem schönen Wetter und der tollen Kulisse geht es zügig voran. Wir wähnen uns schon durch die Supermarkt-Regale schlendern, als wir von einem ganz ordentlichen Berg überrascht werden. Einige hundert Meter gilt es nun bergauf zu treten, trotz leichtem Gepäck ein Kraftakt – besonders bei der Wärme. Das Thermometer zeigt wieder deutlich über 20°C. Darüber wollen wir uns aber mal nicht beschweren. Und zum Lohn für die Mühe folgt auf den Anstieg die ausgiebige Abfahrt.

Mit bis zu 50 km/h rasen wir den Berg hinab und rollen fast von allein zum Lebensmittelgeschäft. Hier satteln wir ab und nehmen alles mit, was uns die nächsten Tage nützlich sein kann und von dem wir wissen, das es unseren hungrigen Mägen gut tun wird. Als Sofortmaßnahme gibt’s bekanntes Eis (immer noch sehr zu empfehlen) und eine halbe Wassermelone. Während wir so unsere Sommer-Speisen verzehren zieht es sich am Himmel etwas zu.

Nachdem alle Leckereien einen Platz im oder am Fahrrad gefunden haben, machen wir uns auf in Richtung Hauklandstrand. Die Bucht soll ein absolutes Must-See auf den Lofoten sein. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auf dem Weg dahin wird es spürbar kühler aber ein weiterer Berg lässt uns nicht unnötig auskühlen. Und wieder sind wir nach der anschließenden Abfahrt am Ziel. Vor uns breitet sich eine malerische Bucht mit breitem weißem Strand und türkisfarbenen Wasser aus. Nachdem wir uns kurz einen Überblick verschafft haben, finden wir einen geeigneten Platz zum Zelten und bauen das Lager auf.

Da der Weg recht kurz vom Supermarkt zum Lager war und wir unterwegs einen Einweggrill ergattern konnten, versuchen wir es heute Abend mal mit einem kleinen BBQ am Strand. Doch wie es eben immer so ist, mit den Einmal-Grills, so richtig heiß wollen sie nicht werden. Das Geschnetzelte bekommen wir durch, das dazugehörige Gemüse machen wir wegen des steigenden Hungers lieber schnell in der Pfanne. Trotz kleineren Schwierigkeiten kann sich unsere Kreation sehen lassen und schmeckt sehr gut. Nun mussten wir nur noch aufräumen und konnten uns mal wieder mit Meeresrauschen im Hintergrund ins Bett begeben.


Tagesausgaben

  • Essen und Trinken – 75 €

Etappe

Farbe = relative Höhe | Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 080 – Keine Knade für die Wade

Distanz

32 km

Temperatur

36 °C in der prallen Sonne

Höhenmeter

186 hm

Sattelzeit

1:59 h

..hieß es heute zu Wasser, zu Fuß und auf dem Sattel. Aber von Anfang: Die Sonne scheint seit vielen Stunden ohne Pause und so langsam klettern auch die Temperaturen immer mehr nach oben. Das ist für uns Grund genug, nach einem entspannten Frühstück mit besten Meerblick eben jenes nun auch von innen zu erkunden. Also rein ins kühle, klare Nass. Die kurze Abkühlung sorgt für einen kleinen Adrenalin-Schub und lässt uns übers ganze Gesicht strahlen. So geht es heute Mal wieder mit bester Laune auf den Sattel.

Unser Ziel für heute: näher an den nächsten Supermarkt kommen – denn unsere Vorräte neigen sich dem Ende und morgen müssen wir definitiv wieder Einkaufen gehen. Also wechseln wir wieder auf die Insel Vestvågøy, folgen diesmal aber nicht der E10 sondern biegen nach links auf die kleine Straße 815. Weit kommen wir aber nicht. Nach rund 4 km stellen wir unsere Räder am Straßenrand ab, ziehen uns die Wanderschuhe an und stapfen mit unseren Wanderstöcken mal wieder in Richtung Gipfel. Die als „leicht“ deklarierte Wanderung verspricht einen schönen Ausblick über die Lofoten, das Nordmeer und mehrere Seen, die zum Baden einladen. Nach 100 Metern über eine sumpfige Wiese haben wir die Felswand erreicht und es geht entlang eines hübschen Wasserfalls gewohnt steil nach oben.

Bild des Tages

Auf der ersten Ebene angekommen, läuft uns bereits der heiße Schweiß die Stirn herunter. Also unterbrechen wir kurz den Aufstieg und schauen uns mal den nahegelegenen Bergsee an. Hände und Füße im Wasser reichen bereits aus um unsere Körpertemperatur wieder zu normalisieren. So können wir weiter machen. Als nächstes müssen wir dafür den Gipfelgrat unseres Zielbergs erwandern. Wieder geht es gefühlt fast senkrecht nach oben und es dauert nicht lange, da haben wir die Schweißperlen zurück. Nun sollten wir es doch aber bald geschafft haben – meinen wir.

Die letzten Meter bis zum Ziel geht es nur noch über den breiten Gipfelgrat und wieder erstaunlich steil. Dabei wähnen wir hinter jeder Kuppe den Gipfel und müssen anschließend noch weiter hinauf. Das übliche Spielchen eben. Doch am Ende werden wir nicht nur mit einem frischen Lüftchen, sondern auch mit einer tollen Aussicht belohnt. Zusätzlich verspeißen wir genüsslich das letzte Stück Zitronenkuchen aus dem Vorrat und erfreuen uns an der Einsamkeit.

Auf dem Rückweg wird uns dann wieder ordentlich eingeheizt. Die Sonne strahlt unerbitterlich auf uns nieder und Schatten ist weit uns breit nicht in Sicht. Also bleibt uns also nichts anderes übrig als auf dem Rückweg nochmal den Bergsee aufzusuchen. Diesmal meistern wir die klitschigen Steine und können sogar ein paar kurze Schwimmzüge vollführen. Dann zwingt uns aber die Kälte des Schmelzwassers schnell wieder an Land.

Zurück an den Rädern ist es früher Abend und wir brauchen dringend eine Stärkung. Schnell mischen wir ein paar Nudeln an und bauen uns ein provisorisches Sonnensegel aus Handtüchern und Wanderstöcken. Ein paar Kilometer müssen wir in jedem Fall noch machen, wollen wir doch morgen unseren Einkauf bestreiten. Also wieder alles einpacken und los geradelt. Nach gut 15 Kilometern entdecken wir eine kleine Bucht mit Strand und können nicht anders als hier unser Zelt aufzustellen. An die Zeltplätze am Meer können wir uns sehr gut gewöhnen. Mal sehen wo hin es uns morgen verschlägt.


Tagesausgaben

  • Keine

Etappe

Farbe = relative Höhe | Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 079 – Berg & Strand

Distanz

9 km

Temperatur

25 °C

Höhenmeter

43 hm

Sattelzeit

0:30 h

Meeresrauschen und Sonnenschein sind das Erste, das uns heute Morgen entgegen kommt, als wir den Reißverschluss des Zelts öffnen. Was für ein herrlicher Morgen. In jener malerischen Strand-Kulisse nehmen wir dann auch das Frühstück ein und machen uns fertig für die Bergbegehung.

Bild des Tages

Der Hoven thront nun schon eine ganz Weile vor unseren Augen. Heute ragt seine Spitze weit hoch ins helle blau des Himmels – keine Wolke und kaum eim Lüftchen umgibt ihn. Wir starten unsere Tour am Parkplatz des Golfplatzes und überwinden zunächst kleinere Schlammlöcher, welche es auch nach zwei Tagen Sonneschein noch gibt. Dann geht es mal wieder steil bergan, diesmal ist der Weg wenigstens als solcher gut zu erkennen. Bei praller Sonne kommen wir dabei ganz schön ins Schwitzen. Und auch ein weiteres, bereits bekanntes, Phänomen zeigt sich hier am Hoven: glaubt man am Gipfel zu sein, baut sich der nächste steile Abschnitt bereits wieder vor einem auf.

Doch irgendwann haben wir es hoch geschafft und erleben mal wieder eine traumhafte Aussicht. Das Wasser umkreist kristallklar und in den schönsten Blautönen – wie frisch aus der Farbtube gepresst- kleine Inseln, dazu ein glatter, blauer Himmel, schroffe Berge, welche sich dazwischen quetschen und am Horizont schneebedeckte Gipfel. Sind wir die ersten Minuten noch alleine in diesem Paradies, kommen wenig später zahlreiche Verfolger an. Bei dem Wetter und zum Wochenende kann man wohl keinem den Weg hier herauf verübeln. Wir plündern derweilen unsere Snacks und würfeln ein bisschen um die Wette. Zum Mittag machen wir uns auf den Weg zurück zum Lager.

Hier angekommen, ist es einfach zu schön, um schon wieder zu gehen. Nachdem wir zumindest mal unsere Füße in das kalte Nass getaucht haben, lassen wir uns auf dem Rasen nieder und genießen den Moment – Spiele spielen und einfach ein bisschen Faulenzen. Zum Nachmittag wird es dann fast schon voll auf der kleinen Zeltwiese. Einige andere Naturliebhaber bauen ihre Zelt auf oder bringen ihre Busse in Stellung. Am Abend wird in der Nachbarschaft gegrillt und wir rühren unseren Couscous an. Mit goldener Abendsonne geht ein weiterer wunderbarer Tag zu Ende.


Tagesausgaben

  • Keine

Etappe

Farbe = relative Höhe | Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 078 – Am Meer

Distanz

25 km

Temperatur

26°C in der Sonne

Höhenmeter

186 hm

Sattelzeit

1:48 h

Gestern Abend hat es sich ja bereits angedeutet: heute haben wir Kaiserwetter! Die Sonne lacht über beide Ohren und über den gesamten Himmel. Nur ein paar Wölkchen kleben an den Gipfel der Berge. Da bleiben wir natürlich nicht länger an Ort und Stelle als nötig und brechen so zeitig wie möglich auf.

Bild des Tages

Statt der kürzesten Route zu folgen nehmen wir nochmal einen kleinen Schlenker auf der Nachbarinsel mit. In einem kleinen Hafen soll es einen echten Walknochen zu entdecken geben. Nach einem kleinen Spaziergang über den Kai des Hafens entdecken wir auch besagten Knochen an einem kleinen Leuchtturm. Fazit: ganz nett, aber auch nicht wirklich spektakulär. Neben dem Hafen finden wir zudem noch ein paar typische Trocken-Fisch-Gestänge. Hier wird der Fang an der Luft getrocknet und so haltbar gemacht. Anders als man es vielleicht erwarten könnte, umgab uns dabei kein beißender Geruch. Vielleicht ist dieser schon reif genug gewesen oder der Wind hat alles in eine andere Richtung geblasen.

Unsere Runde über die kleine Insel führt uns einmal um den unübersehbaren Berg Hoven. Wir entscheiden uns diesen Gipfel auch noch zu erklimmen, aber erst nach einer Mittagspause und vielleicht ja in der Mitternachtssonne. Die ersten beiden Versuche für einen Picknick-Platz sind leider nicht erfolgreich. Zunächst handelt es sich beim aus der Ferne gesichteten Strand um einen Campingplatz und wenig später sitzen wir mitten auf dem Golfplatz, dem wohl nördlichsten 18 Loch Golfplatz der Welt (den nördlichsten Golfplatz überhaupt haben wir ja auf Andøya passiert). Also geht unsere Reise weiter bis zum nächsten Strand. Und hier lässt es sich wahrlich aushalten – weißer Sand und türkisfarbenes Wasser.

Eis-Bild des Tages

Wir satteln ab und zaubern uns ein paar leckere Nudeln mit Pesto. Den Rest des Tages werden wir wohl hier verbringen. Wir schießen ein paar Bilder, spielen und hören Podcast. Zwischendurch gibt’s auch noch ein Eis aus dem naheliegenden Lebensmittelgeschäft und später Abendbrot. So schön kann Urlaub sein. Die Gipfelbesteigung verschieben wir spontan auf einen anderen Tag, da sich so langsam eine dicke Wolkensuppe am Gipfel bildet. Und so genießen einfach nur diesen wunderbaren Ort.


Tagesausgaben

  • Brot und Eis – 10 €

Etappe

Farbe = Geschwindigkeit| Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 077 – Weiter geht’s im Wolkenschleier

Distanz

47 km

Temperatur

°C

Höhenmeter

446 hm

Sattelzeit

2:43 h

Nachdem nun alle Punkte unserer To Do Liste in der Umgebung von Svolvær abgehakt sind, ist es Zeit, weiter die anderen Inseln der Lofoten zu erkunden. Zur Stärkung dafür gibt es leckere Brötchen und Croissants, welche wir ja gestern vor der Mülltonne gerettet haben. Im Nieselregen packen wir dann das Zelt ein und schwingen uns auf unsere Räder.

Bild des Tages

Die wunderschöne Landschaft versinkt heute in einer dicken Suppe aus Nebel und Wolken und wir mitten drin. Der Weg führt uns entlang der E10 über mal mehr mal weniger hügeliges Terrain. Auch ein Tunnel ist heute wieder mit dabei und bietet Gelegenheit für eine kurze Pause vom grauen Wetter. Kurz danach müssen wir aber einen kleinen Stopp einlegen: das gestern neu erworbene Halstuch als Andenken ist schon wieder abhanden gekommen. Genau die gleiche Situation hatten wir ja bereits in Schweden zu bewältigen, nur mussten wir da am nächsten Tag wieder auf selben Weg zurück fahren und konnten das Tuch so wieder finden. Heute bedarf es dafür ein paar Extrameter auf dem Rad. Aber nach rund 8 Kilometern findet sich auch dieses Souvenir wieder an und wir können ruhigen Gewissens weiter fahren.

Nun heißt es für uns erstmal Insel wechseln. Leider müssen wir dazu wieder eine ziemlich hohe Brücke überqueren. Nur mit großer Mühe schaffen wir es über den Scheitelpunkt und können auf der anderen Seite wieder hinab rollen. Und ein zweiter Inselwechsel steht uns ja noch bevor. Zum Glück waren die Ingenieure hier nicht ganz so ambitioniert und haben diese Brücke etwas kleiner dimensioniert. Von hier an ist es auch nicht mehr weit bis zu unserem angestrebten Campingplatz.

Keine 30 Minuten später stehen wir an besagter Adresse. So richtig geheuer ist uns der Platz aber nicht. Zwar hat Google schon verraten, dass es sich um einen kleinen Platz von deutschen Auswanderern handel soll, aber wir stehen hier einfach vor einem kleinen Wohnhaus. Wir wollen gerade weiter ziehen, als uns ein junges Mädchen aufs Gelände führt und auch unseren Wunsch nach einer Waschmaschine erfüllt. Also bleiben wir hier. Der Platz ist ganz hübsch, aber dafür das wir das (private) Badezimmer mit der Familie und anderen Campinggästen (am Abend war der gesamte Hof mit 7 Campern zugeparkt) teilen müssen, uns weder WLAN, Strom oder eine Küche zur Verfügung steht, doch etwas teuer. Und so verkriechen wir uns lieber in unser gemütliches Zelt und verdaddeln den restlichen Nachmittag und Abend mit spielen und Podcast hören. Morgen suchen wir uns wieder einen Platz für uns alleine.


Tagesausgaben

  • Campingplatz- 40 €

Etappe

Farbe = Geschwindigkeit| Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 076 – Alarm an Teufels Tor!

Distanz

16,5 km

Temperatur

-5 °C in der Eisbar

Höhenmeter

172 hm

Sattelzeit

1:22 h

Den heutigen Tag gehen wir etwas weniger ambitioniert an und stellen den Wecker gleich auf eine für uns realistische Aufsteh-Zeit. Danach bleiben wir auch nur kurz liegen und kommen schon bald aus unserem Zelt gekrochen. Das Frühstück nehmen wir vor der selben herrlichen Kulisse wie das Abendessen am Vorabend ein.

Anschließend packen wir den Rucksack und machen uns nochmal auf nach Svolvær. Ganz so einfach kommt uns die größte Stadt der Lofoten nicht davon. Zum einen gibt es hier ein paar Wanderwege zu begutachten und zum anderen auch noch eine Bar aus Eis. Widmen wir uns aber zunächst dem Naturerlebnis hoch über der Stadt.

Los geht unser Ausflug am Parkplatz am Fuße des Svolvotær – dem berühmten Felsen der Stadt. Von Weitem konnten wir bereits die hunderten Treppenstufen rauf auf die Hochebene erkennen. Nach Beendigung dieser ersten Etappe haben wir die mehr als 500 Naturtreppenstufen hinter uns gelassen. Der Name „Teufelstreppen“ kommt hier wohl nicht von ungefähr. Auf dem Weg nach oben merken wir schnell, dass wir hier in einem sehr beliebten Ausflugsgebiet unterwegs sind. Trotz trüben Wetter sind wir bei Weitem nicht die Einzigen hier. Einen guten Beitrag zum Andrang wird sicher auch das vor Anker liegende Hurtigruten Schiff haben.

Bild des Tages

Ungefähr auf der Hälfte der Teufelstreppen wird das malerische Idyll kurzzeitig von einem ohrenbetäubenden, nicht enden wollenden Lärm gestört. An der gesamten Küste schallen unüberhörbar die Sirenen. Zusätzlich fangen alle Mobilgeräte in der Nähe an sich durch Signaltöne und vibrieren bemerkbar zu machen. In einer dazugehörigen Push-Benachrichtigung gibt es aber schnell Entwarnung – wir sind wohl mitten im norwegischen Warntag. Also alles in Ordnung hier im Norden.

Nach den Treppen, welche mit einer roten Wanderroute gekennzeichnet war, geht es für uns weiter den Berg hinauf. Nach der (diesmal wirklich guten) Beschilderung handelt es sich um einen schwarzen, also schweren Wanderweg. Es geht weiter über kleinere und größere Trampelpfade und glatte Felsen. Sicherlich nicht ganz einfach aber auch keine wirkliche Herausforderung. Weiter oben begegnen uns die hübschen Naturstein-Treppen wieder und führen uns direkt zum „Teufelstor“. Von hier oben hat man nicht nur einen tollen Weitblick auf und über die Stadt, sondern kann auch die namensgebende Felsformation bestaunen. Wer sich traut, kann auch direkt aufs „Dach“ vom Teufel klettern. Diesmal sollte man aber wirklich schwindelfrei sein. Hier machen wir Rast und beobachten das Treiben.

Nachdem auch wir einige Fotos geschossen haben, treten wir den Rückweg an. Den noch etwas höher gelegenen Aussichtspunkt sparen wir uns – in eine dicke Wolke wollen wir heute nicht mehr schauen. Nach unten geht es auf dem selben Weg wie hoch zu – erst die ausgetretenen Pfade, dann die Treppen. Wieder kommen uns jede Menge Touristen aus aller herren Länder entgegen.

Nun werfen wir uns aber mal ins Stadtgetümmel. Wir retten für den Abend via App noch ein paar Lebensmittel und machen uns auf zur „Magic ICE Bar“. In einer unscheinbaren Lagerhalle im Hafen soll auch das Etablissement unserer Wahl befinden. Im Innern herrschen ganzjährig -5 °C und es gibt einige hübsche Eisskulpturen zu bestaunen. Für den Besuch bekommen wir dicke Mäntel umgehängt sowie einen kleinen Begrüßungs-Cocktail aus Weißwein und der heimischen Krøkebær (Krähenbeere). Die Austellung ist nicht wirklich groß, überrascht aber mit Detailreichtum und einer Rutsche aus puren Eis. Rund 45 Minuten halten wir es im Tiefkühlschrank aus. Danach brauchen wir ein bisschen Wärme und eigentlich gleich etwas Warmes zu Essen.

Und so entschließen wir uns heute mal für ein Essen auswärts in einer Pizzaria. Diese glänzt mit hervorragenden Bewertungen und angebliche echter italienischer Pizza. Nach dem arktischen Erlebnis kann ein bisschen mediterranes Flair nicht schaden. Und tatsächlich kommen beim Anblick und beim Verspeißen unserer Pizzen ein paar Erinnerungen an unsere Italien Reise hoch. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung.

Bis wir unsere zu rettenden Lebensmittel abholen können, sind es nach dem Restaurant-Besuch noch ein paar Minuten. Diese verbringen wir nochmal mit etwas Stadtbummel. Im Baumarkt finden wir eine günstige Gaskartusche, im Supermarkt noch ein paar nützliche Lebensmittel und im Lofotenshop wechselt ein Elch-Schlauchtuch seinen Besitzer. Nun holen wir noch unsere vielversprechende Lebensmitteltüte ab und radeln glücklich, satt und zufrieden zum Zelt. Gerettet haben wir heute neben zwei belegten Brötchen auch verschiedene süße Teilchen und Croissants – damit ist das Frühstück für morgen auch schon gesichert. Und so brauchen wir uns für heute nur noch ins Zelt zu verkriechen.


Tagesausgaben

  • Eis-Skuklpturen-Bar – 50 €
  • Pizzaria – 40 €
  • Ausrüstung & Verpflegung – 26 €
  • Gerettet Lebensmittel – 3,40 €
  • Schlauchtuch – 8 €

Etappe

Farbe = Geschwindigkeit| Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 075 – Kleine große Wanderung

Distanz

2,8 km

Temperatur

12°C am See

Höhenmeter

46 hm

Sattelzeit

13 min

Zeitiges Wecker klingeln, trübes Wetter, wieder hinlegen – ihr kennt ja das Spiel. 😀 Nachdem wir Muße gefasst haben, gibt’s mal wieder ein sehr leckeres Frühstück und ein entspannten Start in den Tag. Auf dem Campingplatz sind die meisten Nachtgäste bereits abgefahren, als wir unsere Sachen zusammenpacken.

Weit müssen wir sowieso nicht mit unseren Rädern. Vollbepackt stellen wir unsere Lastenesel auf den Parkplatz vor dem Campingplatz. Von hier ist eine kleine Wanderung um einen nahegelegenen See ausgeschildert – 11 Kilometer ca. 4,5 h inkl. Pausen steht auf dem Schild.

Bild des Tages

Für uns klingt das sehr verlockend und auf der Karte sind auch keine größeren Berge verzeichnet. Zunächst geht es wirklich sehr flach eine Schotterstraße entlang. Um uns herum ragen die hohen Gipfel in die Wolken und an den Hängen reiht sich ein Wasserfall an den anderen. Der Weg endet an einem kleinen Wasserkraftwerk mit nebenliegenden Wasserfall. Wir machen hier kurz Foto-Stopp und beobachten das Plätschern des Wassers.

Nun führt uns die Route nahe am Ufer des Sees entlang. Meistens über Holzkonstruktionen und später auch einfach über matschige Trampelpfade. Am Wegesrand finden sich immer wieder kleine Fischerhütten und Rastplätze – hier können wir kurz verschnaufen, Aussicht genießen und Vitamine zu uns nehmen.

Kurz darauf gibt es einen weiteren wunderschönen Wasserfall zu bestaunen. Wir klettern hier und da ein bisschen herum um immer wieder einen neuen Blick auf das Wasserspiel zu haben. Wir können jedesmal wenn wir so einen tollen Ort entdecken kaum glauben, das dies hier ganz normal ist. Dieser Wasserfall zum Beispiel ist nirgends verzeichnet oder wird irgendwo empfohlen. Um so besser für uns, haben wir ihn doch für uns ganz alleine.

Nun müssten wir die Runde zur Hälftenhinter uns gebracht haben. Der Weg wird wieder etwas breiter und ist mit Schotter bedeckt. Leider ändert sich der Untergrund nach einer weiteren Snackpause zu einer klebrig, nass braunen Schlammmasse. Im Slalom versuchen wir bestmöglich um die tiefsten Stellen herum zu spazieren.

An einem weiteren See entdecken wir bereits aus der Ferne einen weiteren schön gelegenen Unterstand. Das beste daran: hier her scheint ein schmaler asphaltierter Radweg zu gehen. Damit haben wir nun auch bereits einen Schlafplatz für heute Nacht gefunden. Doch erstmal müssen wir wieder zu unseren Rädern zurück.

Hier stoßen wir leider auf ein paar weitere Matschfelder und kommen zudem vom rechten Weg ab. So drehen wir nochmal eine extra Runde und kommen schließlich weit hinter unserem Ausgangspunkt raus. Naja wenigstens haben wir so einen sicheren Weg zurück. Gegen 17 Uhr, also viel später als gedacht, erreichen wir wieder die Räder. Wir satteln auf und radeln schnell die rund 3 Kilometer zum Shelter.

Hier müssen wir uns erstmal stärken, war doch die kleine Runde größer als gedacht. Mit herrlichen Blick über den See gibt’s Kuchen und Nektarinen. Danach finden wir noch einen guten Platz fürs Zelt und machen uns wenig später auch ans Abendessen. Den Großteil haben wir dafür bereits gestern gekocht und müssen nur nochmal anbraten. Beim Abendessen wundern wir uns nur ein wenig über den doch recht hohen Menschenandrang, den es hier zur Abendstund gibt. Nach ein bisschen Feldbeobachtung aus der Ferne kommen wir dem Geheimnis auf die Schliche. In der Hütte befindet sich ein Stolperstein mit QR Code zum Scannen. In ganz Norwegen gibt’s diese Steine und sollen die Bevölkerung zu mehr Bewegung anregen und bieten zudem die Chance, neue Orte zu entdecken. Mit jedem erreichten Stein hat man zudem die Chance, einen Preis abzuräumen. Wir finden die Idee richtig cool – nur vielleicht nicht unbedingt direkt neben unserem Zelt. Naja wir werden es überleben.


Tagesausgaben

Keine


Etappe

Farbe = Geschwindigkeit| Punkt = 5 km Runde

Lofoten auf zwei Rädern - 2023 Reisen

Tag 074 – Durch die Hauptstadt

Distanz

27 km

Temperatur

14°C unterwegs

Höhenmeter

293 hm

Sattelzeit

1:54 h

Der Morgen ist grau. Als wir heute morgen aufstehen wollen, stecken wir mitten drin in einer dicken Wolkensuppe aus Nebel und Nieselregen. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als uns nochmal hinzulegen, das Frühstück wenig später im Zelt einzunehmen und danach zwei Runden zu würfeln. Als dann so langsam Besserung in Sicht ist, ist der Mittag bereits Vergangenheit.

(Eis-) Bild des Tages

Alles aber halb so schlimm. Gegen einen gemütlichen Start hatten wir noch nie etwas einzuwenden und weit soll es für uns heute eh nicht gehen. Nach dem gewohnten Zusammensammeln aller Einzelteile begeben wir uns auf die E10 Richtung Svolvær – der Hauptstadt der Lofoten.

Auf unserem Weg geht es leicht hügelig entlang des Fjords. Die Straße teilen wir uns mit zahlreichen Wohnmobilen und Motorradfahrern. Die Landschaft ist immer noch einmalig und wird heute mit großen weißen Wolken garniert. Nach rund 20 Kilometern erreichen wir so Svolvær.

Die Stadt scheint auf den ersten Blick keine wirkliche Perle der Lofoten zu sein, ein bisschen Industrie, ein bisschen Hafen und ein kleines Zentrum mit Geschäften. Dabei müssen wir zugeben, keinen großen Stadtbummel unternommen zu haben. Zu groß war das Verlangen nach Nachschub für unsere aufgebrauchten Vorräte – zum Frühstück gab’s die Reste von gestern Abend.

Also nichts wie rein in den Lieblings-Supermarkt und die Regale inspizieren. Da die Nahversorgung nochmal dünner als in Schweden ist, müssen wir hier immer gleich für mehrere Tage einkaufen. Da gibt es aber schlimmere Aufgaben für uns. Zur Belohnung nach getaner Arbeit gibt es dann noch ein leckeres Eis. Dies Bedarf besonderer Erwähnung, da die „Nonstop-Waffelhörnchen“ wirklich eine schmackhafte Überraschung waren.

Im Anschluss geht es voll beladen wieder raus aus der Stadt. Noch ein paar Kilometer E10 – diesmal aber mit gut ausgebauten Radweg – und wir sind am Campingplatz angekommen. Heute darf es mal wieder eine warme Dusche und Küche sein. In letzterer bereiten wir uns leckere Spaghetti mit Tomatensoße und Käse zu, als Dessert gibt’s noch Kirsch-Joghurt mit Daim-Streusel. Nach gestern ein wahrliches Festmahl.


Tagesausgaben

Verpflegung & Hygiene – 74 €

Campingplatz – 34 €


Etappe

Farbe = Höhe| Punkt = 5 km Runde