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Finnland & Baltikum - 2020 Reisen

Tag 14 – Die (Heim-)Reise geht weiter

Doch bevor es am Check-In der Fähre wieder spannend wird, begeben wir uns auf Stippvisite in die Innenstadt Helsikis. Hier gibt es jede Menge zu entdecken. Den Willi stellen wir direkt am Dom, welcher majestätisch über der Hauptstadt drohnt, ab und schwingen uns auf den Sattel. Wir schlendern über langsam erwachende Märkte, fahren entlang zahlreicher Jachthäfen und durchqueren Speicherviertel, Luxus-Shopping-Meilen sowie Parkanlagen. Die Architektur zeigt sich vielfältig: beeinflusst durch die russische Zarenherrschaft, Jugendstil und vielen weiteren Stilrichtungen bis hin zu modernen Interpretationen von Form, Farbe und Funktionen.

Bild des Tages: Der Dom

Eine Stunde vor Abfahrt fanden wir uns pünktlich am Pier der Fähre ein. Der Herzschlag erhöhte sich noch einmal, nicht zuletzt auch dadurch, dass der Online Check-In kurz vorher nicht funktionierte. Nachdem die Dame am Schalter unsere Dokumente lange Zeit kritisch beäugte, lächelte sie schließlich doch, übergab uns unsere Bordkarten und wünschte uns eine gute Reise.

In Estland angekommen, steuerten wir die Küstenstadt Pärnu an. Der Kur- und Badeort verzauberte uns mit Meer – die Ostsee mit Düne, Sandstrand und Wellen. Vor der Abkühlung gingen wir einer alten estischen Sage nach und stiegen entlang des sehr langen Wellenbrechers bis zur Spitze. Dort sollen sich verliebte Paare küssen, damit die Liebe ewig hält. Wir werden sehen 😁♥️. Leider blieb nur noch wenig Zeit für einen kurzen Spaziergang durch die Stadt.

Unser Nachtlager haben wir heute (endlich) wieder in der Natur, am Rand des Sooma-Nationalparks, aufgeschlagen. Morgen wollen wir durch das Moor und den Nationalpark stapfen.

Titelbild: Nationaltheater am Bahnhof

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Tag 13 – Natur ade / Großstadt olè

Noch einmal blicken wir wehmütig auf unseren See, dann startet der Motor unseres Willis. Die Schotterpisten lassen wir schnell hinter uns und erreichen nach 3,5 Stunden unseren Campingplatz am Rande Helsinkis, natürlich nicht ohne frische Heidelbeeren im Gepäck. Wir sind wieder unter Menschen und vermissen die Ruhe und Einsamkeit.

Bild des Tages

Die finnische Hauptstadt empfängt uns mit sommerlicher Großstadthitze, deshalb tauschen wir Sightseeing gegen Badestellensuche. Dabei durchqueren wir mit unseren Rädern märchenhaften Wald mit ganz vielen mossbewachsenen Felsen und Bäumen. Eine passende Badestelle fanden wir leider nicht, also machten wir es uns mit unseren Büchern neben dem Zelt gemütlich.

Morgen geht es dann rein in die Stadt und auf die Fähre.

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Tag 12 – Im Norden nichts Neues

Der heutige Tag – der letzte in unserem Mökki – stand voll im Zeichen des Genusses und des Schlemmens. Zum Frühstück gab es frische Heidelbeer-Pancakes, mittags den Rest Nudeln mit Knoblauch und Waldpilzen, abends feierten wir den Abschluss mit einem üppigen BBQ und Knüppelkuchen.

Bild des Tages

Zwischen den Mahlzeiten entspannten wir in Hängematte, Airsofa und Ruderboot.

Morgen lassen wir dieses Paradies hinter uns und steuern Helsinki an.

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Tag 11 – Mal wieder unter Menschen

Am vierten Tag in Finnland wollten wir auch mal das finnische Stadtleben kennenlernen. Dazu ging es für uns nach Savonnlina, laut Reiseführer eine weltberühmte Stadt. Diesen Ruhm verdankt der Ort seiner Wasserburg Olavinlinna, in deren Innenhof heute Opern aufgeführt werden. Vorher bummelten wir am Hafen entlang. Dabei entdeckten wir viele Einheimische mit süßem Gebäck in der Hand, das sogenannte Lörtsy mussten wir probieren. Uns erwartete eine Art flacher Pfannkuchen (Berliner), gefüllt mit verschiedenen Marmeladen oder auch herzhaft mit Fleisch. Das Gebäck wurde in Savonnlina erfunden und scheint hier zu Recht äußerst beliebt zu sein. Hier geht es zum Wikipedia Artikel.

Bild des Tages

Nach so viel Kultur machten wir uns zurück auf den Weg in die Wildnis. Hier strahlte uns die Sonne vom spiegelnden Wasser entgegen. Mit Büchern bewaffnet starteten wir nach dem Abendessen einen kleinen Ausflug auf den See. Die Ruhe, der Sonnenuntergang und die Einsamkeit sind einfach umwerfend und auch ohne direkte Sonne ist es noch stundenlang hell (22:30 Uhr Ortszeit bei klarem Himmel geht der Weg zur Toilette noch ohne Lampe). Kaum zu glauben, dass die Sonne hier im Winter kaum aufgeht.

Morgen ist bereits der letzte volle Tag in unserem Mökki, da wollen wir die Natur nocheinmal richtig genießen, bevor es wieder auf die Schnellstraßen und in die Städte geht.

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Tag 10 – Auf zu neuen Ufern

Der Tag begrüßt uns mit ein paar Sonnenstrahlen und einem seichten Lüftchen. Das ist Grund genug, heute wieder mit unserem Ruderboot auf den See zu fahren. Vorher ruft jedoch noch der schmutzige Wäschesack. Ohne fließend Wasser und Strom – reine Handarbeit. Während die Wäsche trocknet, setzen wir uns ans Ruder.

Bild des Tages

Heute geht es Richtung Westen, vorbei an waldbewachsenen Inseln und weiteren idyllischen Häuschen. Nach einer knappen Stunde machen wir an einem Felsen Rast. Hier fanden wir nicht nur die obligatorischen Heidelbeeren, sondern auch äußerst schmackhafte Birkenpilze. Diese gab es später in einem Omlett mit Bratkartoffeln auf der Terrasse. Wieder im Heimathafen angekommen, sammelten wir abermals Himbeeren und Heidelbeeren und zauberten daraus gleich leckere Marmelade.

Im Abendprogramm sehen wir heute einen spiegelglatten See und Saunadampf.

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Tag 09 – Am Ende der Straße

…steht unser Haus am See 🏡🌅

Seit 7 Tagen wachen wir das erste Mal wieder in einem richtigen Bett auf. Der Tag begrüßt uns mit 16 °C und frischem Wind vor unserer Hütte. Bevor wir die Natur in der Umgebung genauer unter die Lupe nehmen, decken wir uns im 40 Minuten entfernten Juva mit Lebensmitteln für die restliche Woche ein. Nachdem bereits der Diesel mit 1,30€ um 30 Cent teurer ist als in Estland, sind hier ebenso die Lebensmittel (wie erwartet) teuer.

Bild des Tages

Unser kleines süßes Blockhäuschen verzückt uns jedes Mal aufs Neue mit einem tollen Blick auf den See. Umgeben von dichtem finnischen Wald, können wir hier Ruhe und Einsamkeit genießen. Am frühen Nachmittag machten wir uns auf zu einem kleinen Spaziergang und auf die Suche nach leckeren Früchten des Waldes 🧺. Das Angebot ist überwältigend. Bereits bei unserer Ankunft sahen wir die vielen Pilze, die gar nicht gesucht werden wollen, da sie zu Hauf am Wegesrand und mitten auf der Straße wachsen. Der Waldboden wird zudem üppig von Heidelbeer- und Preiselbeersträuchern besiedelt. Auch ein paar Waldhimbeeren finden den Weg in unser Körbchen. Zum Kaffeetrinken gibt es nun finnisches Gebäck, Tee und frische Heidelbeeren mit Milch. Gut gestärkt stechen wir zur Jungfernfahrt 🚣‍♀️ in See. Wir trotzen Wind und Wellen und drehen eine kleine Runde.

Die Pilze zum Abendessen sind uns bekommen und jetzt geht es in die heiße Sauna. 🧖

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Tag 08 – Auf die Fähre, fertig, los! 🇫🇮

Happy End!

Der erste Weg des Tages führte uns zu einem falschen Klingelschild. Zu unserer Verwunderung empfing uns ein höflicher britischer Wachmann, der uns den Weg zur richtigen Botschaft erklärte. Da angekommen, beantragte die nette Botschaftsmitarbeiterin bei den Kollegen in Dresden sogleich eine Ermächtigung für das Ausstellen eines vorläufigen Reisepass, die Bestätigung kann jedoch Stunden bis Tage dauern.

Inzwischen kümmerten wir uns um neue Passbilder. Es folgten bange Minuten des Wartens, ganz in der Nähe der Botschaft. Wann würde der erlösende Anruf kommen?

Bild des Tages

Dann ging es plötzlich ganz schnell: um 11:55 Uhr wurden wir angerufen, dass die Verfügung erteilt worden war. Wir gingen schnell zur Botschaft, erledigten den Papierkram und waren kurz darauf mit neuem Pass wieder draußen. Fix buchten wir ein Fährticket und fuhren zum Hafen. Dort wurde es erneut spannend: würde der vorläufige Reisepass uns auf die Fähre bringen? JA, er tat es. Um 13:15 Uhr legte die Fähre nach Helsinki ab und diesmal waren wir an mit an Board – die wohl glücklichsten Passagiere des Schiffs.

Um 16 Uhr verließen wir Helsinki, kurz vor 20 Uhr kamen wir nach langen Schotterpisten an unserem Häuschen an. Es ist traumhaft schön hier. Wie schön, seht ihr morgen.

Wir danken allen Daumendrücker von ganzem Herzen 🤍💙

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Tag 07 – Zeit zum Entspannen, Hoffen und Bangen

Aufgrund des schönen Wetters entschieden wir uns heute, die ungeplante Freizeit am Wasser zu verbringen. Damit wir morgen Früh pünktlich auf der Botschaft sind, fahren wir wieder ein Stück Richtung Tallinn. Ein bisschen überraschend fanden wir den Strandzugang, der trotz großem (und mit estischen Autos vollen) Parkplatz nirgendwo ausgeschildert war.

Bild des Tages

Nach dem Sonnenbaden schnupperten wir etwas Höhenluft von der Plattform des Fernsehturms in Tallinn. Diesen wollten wir eigentlich erst auf der Rückfahrt erklimmen, doch jetzt haben wir ja Zeit. Die Aussicht von oben war schön, aber nicht spektakulär, da etwas dießig.

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Tag 06 – Großes Schrecken mit Happyend (?)

Jede Reise kann noch so gut geplant sein, man kann sich etliche Checkliste und Merkzettel erstellen und am Ende fehlt doch etwas. Meistens nur Kleinigkeiten oder ein Detail, doch manchmal haben auch die kleinen Dinge im Leben eine große Wirkung. Aber erstmal von vorn.

Um 06:00 Uhr Morgens weckt uns der Handywecker sanft aus dem Schlaf. Die Vordersitze im Willy sind bequemer als gedacht. Danach geht es auf dem schnellsten Weg zum Hafen. Ja nicht zu spät kommen und die Fähre verpassen. Um 7 Uhr sind wir da, die Fähre geht 10:30 Uhr. Da bleibt noch genügend Zeit für eine kleine Fahrradtour durch die Altstadt von Tallinn. Hier reiht sich ein schönes Haus ans andere. Eine beeindruckend gut erhaltene Stadtmauer um den Kern der alten Hansestadt dient uns als Route zu den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten: Kirchen, Regierungsviertel und tolle Gassen mit allerhand Gastronomie. Die Straßen sind menschenleer, die Morgensonne lässt alles in einem warmen rot erstrahlen. Langsam wird es aber Zeit die (wieder einmal historischen) Pflastersteinstraßen zu verlassen und die Fährfahrt in Angriff zu nehmen.

Bild des Tages

Eingecheckt sind wir bereits gestern, die Boardkarten sind auf dem Handy und die Ausweise liegen parat. Ein genauerer Blick auf die Personalausweise hätte uns hier schon die Information gegeben, welche uns nun die Dame am Fähr-Schalter verkündete: der Ausweis ist seit ein paar Tagen abgelaufen. Hier hieß es also erstmal Rückwärtsgang, kurz verdauen und Google nach Lösungen befragen.

Nach drei vergeblichen Anrufversuchen kam dann der Rückruf von der deutschen Botschaft in Tallinn und damit verbunden ein kleiner Hoffnungsschimmer. Man könne uns am Montag einen vorläufigen Reisepass ausstellen (wenn in Dresden auf dem Bürgeramt jemand zu erreichen ist). Jetzt hoffen wir auf die Daheim gebliebenen Landsleute im Dresdner Bürgeramt und das uns dieses Dokument auf die Fähre bringt.

Den Kopf stecken wir nicht in den Sand, dafür unsere Füße. 1,5 Stunde von Tallinn entfernt haben wir uns auf einem großartigen Campingplatz direkt am Finnischen Meerbusen niedergelassen und den Tag am Strand verbracht. Am Horizont erahnen wir bereits finnisches Festland.

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Tag 05 – Ein Tag am OstSEE

Im estischen Feuchtbiotop fühlten wir uns heute Morgen doch ein wenig den riesigen und zahlreichen Mücken ausgeliefert. Daher starteten wir einen erneuten Versuch der Schlafplatzsuche in Tallinn. Heutiges Ziel: ein Wanderparkplatz süd-westlich der Hafenstadt. Der Platz am Naturreservat überzeugt mit schönen Picknikbänken und der Nähe zum Wasser und zur Fähre.

Bild des Tages

Den schönen Sommertag wollten wir nicht schwitzend auf unseren Fahrrädern erleben (geplant war die Besichtigung Tallinns), daher entschlossen wir uns kurzer Hand einen Strandtag einzulegen. Zwar kann die Badestelle nicht mit unserer geliebten rauen Nordsee aus Dänemark oder den Niederlanden mithalten, doch die zahlreichen Findlinge in Wasser haben auch was für sich.

Krönender Abschluss des Strandtages war ein fantastischer Sonnenuntergang. Morgen setzen wir nach Helsinki über und freuen uns endlich in unsere Hütte einziehen zu können.