Gewohnt zeitig erklingt der Wecker zu Urlaubsbeginn. Grund ist wie immer die Hoffnung auf freie Fernverkehrsstraßen und eine frühe Ankunft. Den Willy haben wir gestern bereits mit unzähligen Fahrradtaschen und den Rädern bepackt. Also rollen wir kurz nach fünf Uhr morgens los.
Die Straßen sind auch angenehm leer. Nur ist ganz schön mieses Wetter. Immer wieder regnet es ordentlich was für Lärm und schlechte Sicht sorgt. Dazu will es einfach nicht hell werden. Daher legen wir kurz nach Hof eine kleine Power-Nap-Pause ein, mit der Hoffnung auf etwas Tageslicht durch die dicke Regenwolken.
Nach 20 Minuten sieht es auch schon etwas besser aus. Die Wolken sind immernoch so dicht und tief, das man die Rotorblätter der Windräder nicht mehr sieht und Regen haben sie auch weiterhin im Gepäck. Doch es ist nun endlich etwas heller und wir kommen gut voran.
Eine Stunde hinter Nürnberg wird es dann für alle Insassen Zeit für eine morgenliche Gassirunde. Auf einem P+M (Parken & Mitnehmen) Parkplatz stellen wir den Willy ab und spazieren hinein in den leichten Nieselregen. Unsere Runde führt uns vorbei an der „Eiche am Emmersthof“. Diese ist Schätzungen zu Folge 750 Jahre alt und hat einen beeindruckenden Stammdurchmesser von Acht Metern. Wirklich ein beeindruckender Baum, der wohl zu Recht eine eigene Instagram-Seite hat. Die weitere Runde geht durchs beschauliche Schwabenland vorbei an Pferden und Alpakas. Hier lässt es sich sicher auch aushalten.

Zurück am Auto und wieder auf der Autobahn, ist es auch nicht mehr soweit bis zu unserem heutigen Zwischenziel. Gegen 14:30 Uhr rollen wir ins beschauliche aber gut befahrene Neuenburg am Rhein. Hier schnappen wir uns direkt den Freddy und gehen auf Erkundungstour. Beim Bäcker gibt’s dafür etwas Wegzehrung in Form einer Butterbrezel. Das Städchen selbst ist gut aufgeräumt und wird von zahlreichen Franzosen von der anderen Rheinseite bevölkert. Offensichtlich gibt’s hier günstigen Tabak und Sprit.
Der Rhein ist natürlich auch unser Ziel des Spaziergangs. Für einen guten Blick auf den Fluss geht’s auf die Rheinbrücke nach Frankreich. Zuerst überquert man damit den Altrhein, welcher naturbelassen und idyllisch aussieht und auch die Grenze zu Frankreich ist. Dann kommt man zum „richtigen“ Rhein, welcher akkurat mit Beton begradigt wurde. Nach einem kurzen Ausblick und dem Schnuppern von französischer Luft, schauen wir uns doch lieber die naturbelassenere Seite näher an.












Vor ein paar Jahren war hier die Landesgartenschau. Das Rheinufer ist zudem Teil einer großen Umgestaltung, weshalb es überall wunderbar blüht und aufgemöbelt ist. Die Promenade ist ausladend gestaltet und bietet Spielplätze, Sitzegelegenheiten und extremst saubere und kostenfreie Toiletten. Insgesamt also ein wirklich lohnendes Ausflugsziel.
Dann wird es aber auch Zeit fürs Hotel. Aus dem Willy nehmen wir nur das nötigste und belagern ersteinmal das Hotelbett. Viel mehr ist nach der langen Fahrt auch nicht mehr aus uns und Freddy rauszuholen. Eine Schnitte und etwas Serie beenden den ersten Anreise Tag. Morgen fahren wir dann über den Rhein in Richtung Mittelmeer. Wir sind sehr gespannt.

