Was für eine ungewohnte Ruhe das doch heute morgen war – kein Tropfen war auf den Außenwänden unseres Zeltes zu hören. Und so springen wir motiviert in den Tag, natürlich nicht ohne schmackhaftes Frühstück. Ein paar kleinere Regenschauer müssen wir dann doch noch abwarten ehe es für uns wieder los geht.
Als erstes geht es für uns über die Landstraße nach Melbu. Hier legt die nächste Fähre für uns ab. Diesmal verpassen wir diese auch nicht ganz knapp, sondern haben sogar noch Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel. Dies und das und Eis landet im Körbchen. Letzteres Teilen wir, wartend am Anleger, mit einem netten Schweizer, welcher sich ebenfalls auf Radtour befindet. Im Gegensatz zu uns ist der Mann doch recht spartanisch unterwegs (ohne Zelt, aber mit goldener Kreditkarte), hat aber die letzten Tage ähnlich nass wie wir erlebt.

Und so rollen wir wenig später auf die Fähre und finden einen gemütlichen Platz auf dem wiedereinmal beheizten Oberdeck. Eine halbe Stunde später legen wir an und haben damit das Ziel unserer Reise erreicht: wir sind bis auf die Lofoten geradelt. Und das Wetter scheint sich mit uns zu freuen. Mit feinstem Sonnenwetter werden wir in Empfang genommen.
Nachdem wir auf den Vesterålen ja bereits von Natur und Landschaft begeistert waren, hätten wir nicht gedacht, nochmal so ins Staunen zu kommen. Vielleicht liegt es auch nur am erstmal guten Wetter, aber entlang der Küstenstraße kommen wir aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Weiße Sand-Buchten mit klaren türkisfarbenen Wasser begleiten uns ebenso wie die gewaltigen Berge mit immer noch Schneebedeckten Köpfen. Ein Panorama wie wir es nicht mal malen hätten können.
Bei all dem fantastischen Aussichten fällt das Fahrradfahren auch gar nicht schwer. Schon bald haben wir das Tagesziel erreicht und finden einen wunderbaren Zeltplatz direkt am Meer. Gut geschützt hinter Felsen und Bäumen haben wir es schön windstill. Nach getaner Rad-Leistung haben wir uns einen kleine Auszeit verdient und beißen beherzt in Kardamom-Milchbrötchen mit Schoko-Vanille-Füllung. Bei dem Wetter erhalten auch unsere Stühle endlich wieder Einsatzzeit und wir können einfach nur genießen.
Nach einer Runde Würfeln und Spazieren gibt es Resteverwertung zum Abendbrot. am Ende des Tages können wir festhalten, dass heute alles trocken geblieben ist und wir sind super froh darüber, macht es doch alles so viel einfacher und angenehmer. Morgen wird es hoffentlich genauso schön, soll es doch mal wieder hoch hinaus gehen. Ob das so klappt werden wir euch natürlich berichten.
Tagesausgaben
Verpflegung – 22 €
Etappe

Farbe = relative Höhe | Punkte = 5 km Runde






































































































































