Distanz

0 km

Temperatur

20 °C in Frankreich

Sattelzeit

00:00 h

Ausgaben

168,11 €

Heute gehen wir den  Morgen deutlich gemütlicher an. Der Wecker klingelt erst 06:30 Uhr. Wir nutzen die Gelegenheit einer eigenen Dusche und versorgen uns beim Bäcker mit Käsebrötchen. Diese verspeisen wir anschließend auf der Gassirunde am Rhein entlang. Immer noch sehr schön hier.

Der entschleunigte Start soll uns aber nicht darüber hinwegtäuschen das wir erst die Hälfte der Fahrt hinter uns haben. Sprich weitere 7 Stunden Autofahrt stehen dem Freddy bevor. Darum rollen wir gegen 09:00 Uhr nach einem letzten Tankstopp los.

Kaum Zehn Minuten später sind wir auch schon auf der französischen Autobahn. Hier gelten gemütliche 130 km/h Maximalgeschwindigkeit, die Fahrbahn ist auffällig leer. Wir gehen mal davon aus, dass Sonntags generell nicht so viel los ist und die Mautgebühren ihr übriges tun. Für uns ist es in jedem Fall ein sehr entspanntes weiterkommen.

Und so durchqueren wir halb Frankreich und beobachten die sich wechselnde Landschaft durch Fenster. Die Sonne kommt dabei immer häufiger zum Vorschein und lässt das Herbstlaub in goldenem Licht erstrahlen.

Bild des Tages

Auf unserem Weg besuchen wir auch eine Raststätte. Diese ist sehr gepflegt, mit Spielplatz und sauberen, kostenfreien Toiletten mit Radiomusik. Alle können sich hier kurz die Beine vertreten, einen Apfel snacken und zumindest Freddy ein paar Tricks üben. Dann geht es aber auch schon weiter.

Lange sind wir aber nicht mehr auf der Autobahn. Ein Stück hinter Grenoble endet die Autobahn und wir durchqueren die „Hautes Alpes“ – die französischen Hochalpen. Über einen Pass geht’s vorbei an hohen Berggipfel, welche teilweise schon (oder immer noch ?) weiße Schneefelder beherbergen. Beim Anblick dieser tollen Aussichten war kurz die Überlegung da hier schon Halt zu machen. Doch angesichts der Höhenmetern die man hier mit dem Rad absolvieren müsste, haben wir die Idee schnell verworfen. Außerdem wollen wir ja Flamingos sehen.

Also geht es weiter nach Süden und ab jetzt auch wieder nach unten. Begleitet werden wir dabei von jeder Menge Motorrädern, welche uns teilweise recht riskant überholen.

Am Nachmittag um 16:45 Uhr erreichen wir dann endlich unseren ersten Campingplatz. Naja besser gesagt erreichen wir das verschlossene Tor zum Campingplatz. Anders als im Vorhinein recherchiert, ist hier dieses Jahr kein Camping mehr möglich.

Aber alles halb so schlimm. Drei Minuten weiter befindet sich der nächste Campingplatz. Hier ist auch jemand da und verrät uns das heute der letzte Tag auf dem Platz sei. Das Angebot nehmen wir doch dankend an. Der Platz stellt sich als echter Glücksfall heraus. Nicht nur sind wir neben lediglich zwei weiteren Gästen die einzigen auf dem Platz, sondern für ein Euro am Tag können wir hier auch unsern Willy sicher abstellen. Wenn wir dann in ein paar Tagen zurückkommen, können wir auch nochmal hier übernachten. Und überhaupt ist der Platz-Inhaber ein super netter Typ.

Also platzieren wir uns schnell auf unserem kleinen Stellplatz. Das Aufbauen klappt gewohnt gut. Danach erkunden wir noch ein wenig die Gegend auf einem ausgiebigen Spaziergang mit Freddy. Im Anschluss heißt es nur noch Nudeln essen, Zähne putzen und ab in den Schlafsack. Morgen geht’s dann weiter mit dem Rad. Wir freuen uns.

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