Nach dem Kraftakt von gestern, hoffen wir heute auf etwas weniger Höhenmeter. Vorsorglich führen wir uns aber schon mal ein paar mehr Kalorien in Form von Croissant, Baguette und Pain a Chocolate zum Frühstück zu uns. Das konnten wir gestern noch bestellen und es schmeckt fantastisch. Fachleute sprechen an dieser Stelle vom „Carb Loading“.
Die schattigen Stellplätze auf den Campingplätzen hier sind im Sommer sicher echt super. Für diese Jahreszeit mit dem Zelt leider weniger. Da es Nachts so kalt ist, versuchen wir morgens verzweifelt zwischen den Bäumen einen Platz zum Zelt trockenen zu finden. Das klappt heute wieder mehr schlecht als recht, aber was soll’s, gegen 11 Uhr treten wir die Abfahrt nach Apt an.
Die Stadt ist auf jeden Fall schon auf den Beinen, kann uns aber ansonsten nicht wirklich von sich überzeugen. Wir steuern daher geradewegs auf den Radweg zu. Dieser ist vermutlich auf einem alten Bahndamm angelegt und wird uns bis Cavaillon begleiten. Das Gute: es geht nicht mehr Berg hoch, sondern immer leicht bergab. So radelt es sich doch deutlich entspannter.
Auf den ruhigen Abschnitten des Radwegs kann auch Freddy wieder schön nebenher laufen. Dabei geht es teilweise durch kleine Schluchten, in welchen links und recht wilder Thymian und Rosmarin wächst.
Kur vor unserem großen Zwischenziel Cavaillon kommen wir an einem großen Supermarkt vorbei. Diese Gelegenheit nutzen wir direkt, um die einheimischen Snacks zu erkunden sowie für unser Abendessen vorzusorgen. Mehr dazu später.






Kurz danach finden wir drei uns im Halbschatten einer Bank wieder und verspeisen die süßen Köstlichkeiten. Mittlerweile ist es zeitiger Nachmittag und wir sind erst 30 Kilometer gekommen. Davon lassen wir uns die Laune aber nicht verderben, da das Sommerwetter sooo schön ist.
Trotzdem wollen wir heute gern noch etwas weiter kommen und schwingen uns wieder auf den Sattel und in den Hänger. Freddy hat es nun auch eingesehen, dass es sich darin auch gut liegen lässt während der Fahrt. So kuschelt der kleine Mann nun öfters hinten, während wir vorne schwitzen.
Auch Cavaillon, mag uns nicht sonderlich überzeugen. Aber es gibt ein französischen Outdoor-Discounter, in dem wir ein paar Sachen finden, welche es in der neuen Filiale bei uns Zuhause ums Eck nicht gab.
Mit also noch etwas mehr Gepäck machen wir uns auf den Weg zur letzten Etappe. Rund 20 Kilometer sind es noch bis zum Campingplatz. Die Route bleibt flach, doch frischt nun der Wind immer häufiger auf. Dazu lassen auch die Kraftreserven in den Beinen etwas nach.

Gegen 17 Uhr rollen wir dann in Saint-Remy-De-Provance ein. Hier gibt es gleich eine große Auswahl an Campingplätzen. Wir entscheiden uns für die 4-Sterne Variante. Und das hat sich wirklich gelohnt. Für übliche 28€ werden wir herzlich empfangen und erstmal über den Platz geführt, welche Parzelle denn am besten passen würde. Die mit Morgensonne sind leider schon vergeben.
Wir nehmen die Sonderbehandlung auf der Wiese vor einem Bungalow – da dürfen wir die Terrasse mit nutzen, sind ganz alleine und können unser Zelt stilecht unter einem Olivenbaum aufstellen. Der gesamte Platz ist aber super modern und bestens ausgestattet.













Nach dem Aufbau gibt’s erstmal Essen in der Abendsonne auf der Terrasse. Es gibt Baguette, Frischkäse, Tomaten, Feta und Oliven aus der Region. Besonders die Oliven schmecken super lecker, da nicht so salzig.
Jetzt ist aber höchste Zeit für eine Freddy Runde und danach ein paar Bahnen im zugegebenermaßen kühlen Pool. Doch da die Luft heute auch nach Sonnenuntergang noch über 20° warm ist, macht das nichts. Eine warme Dusche gibt’s dennoch und dann geht’s ab in Zelt. Heute werden wir sicher nicht frieren.


